Geschmacksknospen-Quiz: So funktionieren Schmecken und Riechen
Papillen, Bitterkeit und warum eine verstopfte Nase das Abendessen verdirbt: Lies, wie Schmecken funktioniert, und beantworte dann zehn Fragen.
Geschmacksknospen
Die kleinen Erhebungen auf deiner Zunge heißen Papillen. Auf und um sie herum sitzen deine Geschmacksknospen, und jede davon enthält etwa 50 bis 100 Geschmackszellen. Geschmacksknospen hast du auch am Gaumen und im Rachen.
Essen und Trinken nutzen die Geschmackszellen schnell ab. Deshalb werden sie etwa alle zwei Wochen ersetzt.
Fachleute unterscheiden meist fünf Grundgeschmacksrichtungen: süß, salzig, sauer, bitter und umami, einen herzhaften Geschmack, den man etwa in Käse, Tomaten und Brühe findet. Jede Geschmacksknospe kann alle fünf wahrnehmen.
Geschmack als Schutz
Unser Geschmackssinn half unseren Vorfahren zu überleben. Süße steht für energiereiche Nahrung, und Salz braucht der Körper. Viele Gifte schmecken bitter, deshalb reagieren wir besonders empfindlich auf Bitteres, Kinder sogar noch stärker.
Manche Menschen, sogenannte Superschmecker, haben mehr Geschmacksknospen als der Durchschnitt und empfinden bittere Lebensmittel wie Kaffee oder Rosenkohl als besonders intensiv.
Verschiedene Tiere schmecken Verschiedenes. Katzen, die reine Fleischfresser sind, können Süßes überhaupt nicht schmecken.
Die Nase macht die meiste Arbeit
Vieles von dem, was wir Geschmack nennen, kommt eigentlich vom Geruch. Beim Kauen steigen Düfte vom hinteren Teil des Mundes in die Nase. Darum schmeckt Essen fade, wenn die Nase verstopft ist.
Manche Empfindungen im Mund sind gar kein Geschmack. Das Brennen von Chilischoten kommt von einem Stoff namens Capsaicin, der Schmerz- und Wärmesensoren reizt. Minze fühlt sich kühl an, weil Menthol die Kältesensoren reizt.
Auch Konsistenz und Temperatur spielen eine Rolle: Dasselbe Getränk kann warm süßer schmecken als kalt.